Die Pferdelords und die Barbaren des Dünenlandes
Das Dünenland: Mumifizierte Leichen ohne Schädel und aufgepfählte Skelette künden von der unbarmherzigen Grausamkeit seiner Bewohner! Ausgerechnet hier, im Land der Barbaren, ist ein voller Beritt des Königs der Pferdelord auf der Suche nach dem geheimnisvollen, ehemaligen Banner des ersten Königs verschwunden. Nun erhalten Garodem und seine Pferdelords die königliche Order nach dem Trupp zu forschen und das verschollene Banner zurückzubringen. Ein Auftrag, der einem Todeskommando gleichkommt Doch ohne das Banner wird es keinen Bund mehr zwischen den Menschen, Elfen und Zwergen geben. Das wissen auch die Elfen, die Garodem deshalb anbieten, ihm und seinen Männern bei der Suche zu helfen. Doch je weiter sie ins Land der Barbaren vordringen, umso schrecklicher werden die Vorzeichen des Grauens, bis sie schließlich zuletzt auf den Feind selbst treffen…
Leseprobe:
Es war ein sanfter und warmer Wind, kaum mehr als ein Hauch und er strich unmerklich von Westen nach Osten. Es war ein Hauch, der nicht ahnen ließ, zu welchem Sturm er anwachsen und welche Gewalt er bringen konnte. Der Wind bewegte die langen Umhänge, welche die Schultern der Reiter bedeckten. Grüne Umhänge, deren Farben schon lange verblichen waren. Die Reiter standen in langen Reihen und es waren viele Reihen, eine hinter der anderen gestaffelt. Jeder der Reiter sah nach Osten, dorthin, wo sich steile Gebirgszüge erhoben. Dort, in den großen Ebenen, lag die neue Heimat des Pferdevolkes, geschützt von mächtigen Bergen. Zweitausend Reiter sahen ihrer neuen Heimat entgegen, doch keiner von ihnen würde sie je erreichen. Die ausgeblichenen Umhänge waren verschlissen und verfallen, so wie das Fleisch der Reiter und ihrer Pferde längst verfallen war. Hölzerne Stützen hielten Mann und Ross aufrecht, und vermittelten den Eindruck von Leben, wo schon so viele Jahre kein Leben mehr war.
Der Wind ließ Rüstungsteile und Knochen aneinander schlagen, und rief ein leises Klappern hervor, als pochten die Hufe der Pferde noch über den Sand, als schlügen die Reiter noch immer kampfeswillig die Waffen gegen ihre grünen Rundschilde. Der Wind und der Sand des Dünenlandes forderten ihren Tribut. Sie hatten die Knochen von den Sehnen gelöst und zwischen den Reihen der Reiter lag ausgebleichtes Gebein. Es wurde von Sand bedeckt, den der Wind heran trug, und vom nächsten Wind wieder freigelegt.
Die Toten trugen ihre Helme, an denen noch die Reste stolzer Rosshaarschweife zu erkennen waren. Aber die Helme bedeckten keine Köpfe mehr, sondern steckten auf kurzen Stangen, denn jene, die das Leben der Reiter einst nahmen, hatten den Toten auch die Schädel genommen, als Zeichen des Triumphes über die Männer mit den grünen Umhängen. Die Toten waren Pferdelords und waren einst die Wache des Ersten Königs gewesen. Sie hatten die Grenzen des Pferdevolkes bewacht und das Volk beschützt. Nun hatte ihr Volk eine andere Heimat gefunden, aber die tote Wache des Königs hielt noch immer die alte Grenze








